Briefe an das Coronavirus

Aninas Brief

Offener Brief ans Corona-Virus

Vor 3 Monaten hätte ich nicht gedacht, dass mein Leben sich so drastisch verändern wird. Nicht nur mein Leben, sondern das der ganzen Menschheit. Ich kann meine schulische Weiterbildung nicht mehr  fortsetzen, für ein lebensnotwendiges Lebensmittel müssen wir uns streiten und mein geliebtes Zuhause fühlt sich wie ein Gefängnis an. Geht es Ihnen, liebe Leser, nicht genau so? Wir können uns zum Glück noch über Wasser halten, aber wie es in anderen Ländern aussieht, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Da fragen Sie sich bestimmt: Herrscht eine Zombie-Apokalypse? Steht die Schweiz kurz vor einem Bankrott? Oder beginnt vielleicht  der 3. Weltkrieg? Alle diese Vermutungen sind falsch. Die richtige Antwort lautet: Es ist eine Grippe. Eine Grippe namens Corona.

Ich habe Sie, Corona, am Anfang gar nicht angesprochen, denn Sie sind es nicht wert. Dass Ihnen Ihr Name ,,Corona’’ gegeben wurde, ist schon eine Schande. Sie sind alles andere als königlich, geschweige denn ehrenhaft. Sie richten nur Schaden an. Nennen Sie mir eine positive Eigenschaft? Konnten Sie keine nennen? Nein, ich auch nicht.

In meinen Ferien wollte ich meine Familie im Ausland besuchen. Durch die Grenzsperrung, die Sie verursacht haben, ist es nicht mehr zu schaffen. Wie würden Sie sich fühlen, wenn man Ihnen Ihre Virenfreunde oder Familie vorenthalten würde?  Oder haben Sie keine guten Beziehung zu Ihren Nächsten? Das ist aber nicht unser Problem. Sie sollten uns deswegen nicht zu nahe kommen. Unsere Beziehung ist wie „Grün und Blau schmückt die Sau“ - wir  passen einfach nicht zusammen. Suchen Sie sich jemand anderen als Freund.

An meinen freien Tagen möchte ich mich als Jugendliche frei entfalten, Erfahrungen sammeln und mich für mein späteres Leben vorbereiten. Dies ist jetzt alles nicht mehr möglich. Das ist jedoch einer meiner kleineren  Sorgen. Am meisten beschäftigen mich meine Mitmenschen.  Anstatt gesunde, kräftige Menschen anzugreifen, gehen Sie auf wehrlose ältere Leute und Menschen mit schwachem Immunsystem los, die Ihnen nichts getan haben. Denken Sie eigentlich an die krebskranken Kinder, welche ihren Lebenskampf  wegen Ihnen verloren haben? Oder an die momentan Arbeitslosen, die eine Familie zu ernähren haben? Oder an die Menschen in den Schwellenländer, die sich keine Medizin/medizinische Versorgung leisten können und jetzt im Elend sind. Sie sollten sich schuldig fühlen.

Weise Menschen sagen ,,Feigheit ist manchmal ein Zeichen von Klugheit''. In ihrem Fall ist Feigheit einfach ein Zeichen von Feigheit''.

Aus diesen Gründen fordere ich Sie auf zu verschwinden. Es ist schon genug peinlich für Sie. Verhalten Sie sich einmal wie eine erwachsene Person und setzen Sie dem Leiden ein Ende. Corona, kommen sie nie wieder. Wir werden Sie nicht vermissen. Das Bier mit dem gleichen Namen können Sie hier lassen.

Liebe Grüsse

Anina

 


 

 

Arnis' Brief

Hallo Coronavirus

Du hast von uns allen keine ernste Begrüssung verdient. Du hast unsere Welt vor etwa fünf Monaten betreten. Am Anfang warst du sehr harmlos, aber jetzt gehst du eindeutig zu weit! Du hast diese schöne Welt viel zu sehr beschädigt und wegen dir müssen tausende Menschen leiden.

Ich hatte schon all meine Pläne für den Sommer 2020 fertiggestellt, kann diese aber leider nicht umsetzen, da du dazwischengefunkt hast. Ich denke, ich spreche nicht nur für mich selber, sondern auch für 7.8 Milliarden andere Menschen. Meine Intention war es, im Sommer mit Fussball und Basketball durchzustarten und meinen Spass in der Badi zu haben. Ich wollte bis Ende Sommer im Profifussball und Basketball auftreten und mich mit Lebron James und Lionel Messi vergleichen. > Du hast eine mögliche Weltkarriere verdorben.

Mir wurden von dir auch noch drei Monate von meinem Leben geraubt, die mir niemand zurückerstatten kann. Die Schule ist wegen dir nicht mehr dasselbe und ich kann das letzte Jahr nicht mehr in Frieden verbringen. Du hast uns jegliche Schulausflüge und Events gestohlen. Das Schlimmste kommt noch: Wegen dir können wir nicht am Fussballturnier des Elternrats teilnehmen und das langersehnte Abschlusslager mit meiner Schulklasse, auf das ich mich riesig gefreut habe, können wir leider auch nicht durchführen. Also Coronavirus, oder Covid 19, oder wie auch immer du heissen magst, hast du schon Mal darüber nachgedacht, wie es dir gehen würde, wenn dir dein Leben für mehrere Monate geklaut wird? Oder hast du schon Mal bedacht, wie du reagieren würdest, wenn du keinen Sport mehr treiben könntest und so deine ganzen Pläne und Träume von einer Karriere als Profisportler zerstört würden? Ich denke nicht. Du hast jedoch, auch ein bisschen Ruhe in mein Leben gebracht. Deswegen habe ich dich zu 1% gern.

Also liebes Coronavirus, könntest du uns allen einen Gefallen tun und einfach aus unserer traumhaften Welt entweichen? Es würde jeden einzelnen Menschen freuen, wenn du gehst. Ich rate dir so schnell wie möglich aus uns unseren Augen (und Körpern) zu entweichen.

Grüsse

Arnis

 


 

 

Estefanias Brief

Nicht liebes Corona Virus

Seit acht Wochen ist nichts mehr so wie alles einmal war. Dafür trägst du die Verantwortung. Es gab einen Lockdown, die Schulen wurden geschlossen, Läden und Restaurants gingen zu.

Wegen dir kann ich nicht mehr in die Ferien gehen, da die Grenzen vorübergehend geschlossen bleiben werden. Ebenfalls konnte ich meine Grosseltern nicht mehr besuchen gehen, da ältere Menschen zur Risikogruppe gehören. Meine Freunde, die ich davor öfters getroffen habe, habe ich in dieser Zeit gar nicht getroffen, da die meisten nicht raus durften. Ausflüge wie zum Beispiel das Abschlusslager Ende der dritten Oberstufe wurden gestrichen. In der jetzigen Halbklassen-Situation, in der wir wieder in die Schule dürfen, ist es so, dass ich nicht alle meine Freunde sehe, da die einen in einer anderen Gruppe sind.

Ich hoffe, dass die Laboranten einen Impfstoff gegen dich herstellen können, so dass die Erkrankten eine Spritze bekommen und sie dann wieder gesund sind. Wenn du weg bist, können wir uns alle wieder normal treffen – auch mehr als fünf Personen. Die Läden kann ich dann wie früher betreten, in Restaurants essen und wenn möglich im Sommer in die Sommerferien gehen, bevor das ernste Berufsleben startet.

Mit unfreundlichen Grüssen

Estefania

 


 

Jonas' Brief

Ein offener Brief an das Coronavirus

 

Nicht so sehr geehrtes Coronavirus

Schon im Dezember 2019 warst du in China unterwegs. Seit März 2020 treibst du dein Unwesen auch in Europa, und du machst uns wirklich alles kaputt. Es reicht dir nicht, mir meine Liebsten wegzunehmen, du bringst auch die Weltwirtschaft in eine Krise.

Wegen den ganzen Lockdowns steht die Weltwirtschaft still. Eine sehr betroffene Branche ist der Tourismus. Alle Grenzen sind geschlossen und keiner darf ins Ausland und Ferien machen. Ich wäre im Frühling nach Rom und im Sommer nach Frankreich gefahren und das wären meine letzten Ferien vor der Lehre gewesen. Beides kann ich mir wegen dir abschminken. Du allerdings bereist den ganzen Globus, und das alles noch kostenlos. Ganz ehrlich, findest du das irgendwie witzig? Auch Restaurants und Hotels können keinen Umsatz machen, was auch logisch ist, wenn alles geschlossen ist und es keine Touristen hat. Kleine und mittlere Unternehmen können sich kaum über Wasser halten. Wegen dir wird es bald nur noch Grossfirmen geben, die nur 08/15 Waren verkaufen. Auch die Börsen sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Zum Glück steckt der Bund so viel Geld in die Wirtschaft, denn wenn das so weiter geht, erleben wir wegen dir noch eine Rezession wie damals, als 1929 der Börsencrash in New York stattfand.

Vielleicht konnte sich dank dir die Natur etwas erholen und vielleicht tat diese Pandemie auch manchen Leuten aus verschiedenen Gründen gut. Auch ich hatte mehr Zeit mit meiner Familie und weniger Stress. Aber schau mal, was der Bundesrat, die Ärzte und das Gesundheitspersonal alles machen, um das Volk zu schützen und wie souverän sie alle mir dir umgehen. Diese Leute sind die wahren Helden, nicht du! Und glaub mir, wenn ich dir sage: Wer zuletzt lacht, lacht am besten! Momentan bist du noch der, der uns und unsere Liebsten umbringt. Doch sobald das Gegenmittel erst mal gefunden ist, wirst du nur noch an einer Stelle zu finden sein, und zwar in den Geschichtsbüchern.

Ich will dich nicht drum bitten, dass du vielleicht, eventuell mit dem Unfug aufhören könntest. Nein, hör einfach auf und gib uns unser normales Leben wieder. Du warst uns schon eine Lehre bei den Themen Umwelt und Menschlichkeit, aber irgendwann reicht es ja wohl. Ich hoffe, dass du dir meinen Brief zu Herzen nimmst, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass du nicht lesen kannst.

Auf Nimmerwiedersehen

Jonas

 


 

Laras Brief

Der Teufel heisst Corona

 

Hallo «liebes» Coronavirus!

Wie geht es dir? Schlecht? Ich hoffe doch sehr! Seit Tagen, Wochen, sogar Monaten hören wir nur noch deinen Namen. In den News, zu Hause und in Zeitungen. Du solltest nicht stolz drauf sein, da du nur mit Negativem verbunden wirst. Ich kann ihn schon gar nicht mehr hören. Was haben wir denn verbrochen, um das zu verdienen? Wie begründest du dein Handeln?

Diese Fragen beschäftigen mich und ich habe bis jetzt noch keine Antworten darauf erhalten.

Du hast das Leben von Millionen, nein Milliarden von Menschen verändert. Nichts wird so sein wie es einmal war, bis wir einen Impfstoff gegen dich gefunden haben. Tausende Menschen hast du auf deinem Gewissen, ohne jegliche Rücksicht auf das Leiden der Betroffenen und deren Familien. Du hast vieles getan, das nicht richtig war: Läden und Restaurants wurden geschlossen, viele haben ihre Arbeit wegen dir verloren und gerieten in grosse finanzielle Schwierigkeiten.
Kinder, die in den Schulen sein sollten, mussten Zuhause bleiben, während die Eltern im Homeoffice arbeiteten.Auch in den Schulen kann nicht 'normal' unterrichtet werden, die Lehrer und wir Schüler(ich) mussten alles wegen dir umplanen.  Aber das Traurigste ist, dass ich wegen dir auch auf unser letztes Klassenlager verzichten muss, dass für mich und die Klasse als Abschluss der Sekundarschule sehr wichtig gewesen wäre.

Dies brachte mir mehr Hass auf dich und deine Taten.  HoffentIich realisierst du , dass du sehr wichtige Momente ruinierst, bei mir aber auch bei vielen Anderen. Ich bin davon überzeugt, dass jetzt viele an ihre Familie  denken, am meisten an die  Grosseltern. Alte Leute dürfen privat und in Altersheimen keinen Besuch mehr empfangen und werden einsam. Du verbreitest so viel Angst, dass ich auch so grosse Sorgen um meine Grosseltern habe, nicht nur um sie, sondern um meine ganze Familie! Du attackierst Menschen, die sich nicht richtig wehren können und versteckst dich, bis du jemand anderen findest. Du bist für mich ein Feigling -  nichts mehr und nichts weniger.

Als einzig Positives in dieser Situation nehme ich mehr Rücksicht auf andere Personen. Vor allem bei schwächeren und älteren Menschen, die es am meisten trifft. Sonst hatte ich durch dich nur Leid und ganz viel Kummer. Also bitte ich dich, nein ich fordere dich dazu auf, dass du deine Taten bereust und uns einen Gefallen tust, indem du von hier verschwindest und niemals wieder kommst.

Hoffentlich auf ein Nimmerwiedersehen!

Lara

P.S.) Ich hoffe, du wirst in der Zukunft ausgerrottet und nichts anderes als eine schlechte Erinnerung in unseren Köpfen bleiben .  :)

 


 

Lauras Brief

Eine Monarchie im 21. Jahrhundert? -  Ein offener Brief an das Coronavirus

 

Sehr geehrte Majestät

Ich weiss gar nicht wie anfangen. Ihre Werke und Taten sind uns bekannt, aber von Ihnen wissen wir fast nichts. Sie sind seit Monaten in unserem Leben, aber trotzdem eine fremde Kreatur geblieben. Sind sie ein Mann? Sind Sie eine Frau? Eigentlich ist das egal. Ich bin nicht da um sie kennen zu lernen, ich bin da um Ihnen mittzuteilen, dass wegen Ihnen seit acht Wochen nichts mehr so ist, wie es vorher war. Dafür tragen Sie die ganze Verantwortung!

Nur wegen Ihrem tollen Aussehen mit den wunderschönen Stacheln und Ihren königlichen Kronen, die einem pompösen Kranz ähneln, sind Sie für mich noch lange kein König. Ihre Grosseltern, Urgrosseltern und Ihre weiteren Familienangehörigen haben dies schon versucht: Der Englische Schweiss, die Pest, die Cholera. Alle ohne Erfolg!

Sie herrschen wie ein absolutistischer Sonnenkönig, mit leeren Versprechungen und falschen Taten. Ein König ohne Anhänger und ohne Land. Sie sind ein König, der schwere Schäden verursacht.

Sie haben den langen Weg von der chinesischen Millionenstadt Wuhan gemacht, um eine moderne Monarchie im 21. Jahrhundert einzurichten? Eine Reise, die im Dezember begonnen hat. Aber ich sage Ihnen, diese Reise wird bald zu Ende sein. Könige werden verehrt, bewundert und umschwärmt. Sie aber werden verachtet, verschmäht und gehasst. Monarchien sind ausgestorben und funktionieren nicht. Sie sollten wissen, dass Ihre Mühe nichts wert ist, denn bald werden Sie für immer weg sein.

Wegen Ihnen steht die Welt gerade ziemlich Kopf: Alle Arztpraxen sind voll, die Krankenhäuser obendrein. Das Personal tut, was getan werden muss, kommt manchmal tagelang nicht heim. Mein Dank und meine Anerkennung geht an unsere Laboranten, Ärzte, Mediziner, Pfleger und alle, die momentan eine schwere Zeit durchleben. Im Hinterkopf behalte ich ständig den Gedanken, dass schlechte Dinge später Gutes hervorbringen. Sie müssen nicht denken, Sie hätten einen Sieg errungen und gewonnen. Bei diesem kontroversem Kampf ergreife ich Partei. Nicht nur ich. Wir alle.

Aus diesen Gründen lautet meine Forderung: Ihre Zeit ist vorbei. Erlauben Sie sich nicht noch einen zweiten Versuch die Macht zu erlangen. Setzen Sie Ihre Krone ab und geben Sie auf.

Bestimmt erwarten Sie jetzt von mir noch eine grandiose Verabschiedung, aber das haben Sie keinesfalls verdient.

Mit rebellischen Grüssen

Laura

 


 

Marcs Brief

Liebes Coronavirus, obwohl -Liebes- nicht ganz zu dir passt, «verhasstes» würde wohl besser zu dir passen

Du existierst schon seit Ende Dezember und hast deine volle Macht schon seit 10 Wochen erlangt, sofern du nicht noch stärker wirst. Die letzten 10 Wochen konnte ich und alle Bewohner der Schweiz, wie auch die meisten Menschen auf der ganzen Welt, wegen dir zuhause rumsitzen und nichts «Richtiges» machen. Auch viele Grossveranstaltungen wurden wegen dir abgesagt und verschoben. Danke vielmals.

Mich traf das sehr hart, denn kurz bevor du kommen musstest, wurde die Regular Season, im Eishockey, in der Schweiz fertig gespielt und alles wäre perfekt gewesen für die Playoffs. Zudem hätte ein paar Wochen nach den Playoffs noch die langersehnte Heim-Weltmeisterschaft in Zürich und Lausanne stattgefunden. Wie bei vielen war meine Vorfreude darauf sehr gross. Das erste Merchandise wurden gekauft und alle sicherten sich ein Ticket der Nati, um sie live in Aktion zu sehen. So habe ich es auch gemacht: Die Matchtickets waren Zuhause schon bereit und das Nati-Trikot wie auch ein Fan-Pullover warteten auf ihren Einsatz. Für mich wäre es das erste Mal gewesen die Nati live mitzuverfolgen. Auch wären die Chancen für die Schweiz gross gewesen eine Medaille zu holen. Nach zwei Silbermedaillen in den letzten 10 Jahren wäre vielleicht sogar Gold drin gelegen. Rund zwei Wochen nach dem wir nicht mehr in die Schule durfte, kam dann die nicht ganz erlösende Nachricht, dass die WM für diese Jahr gestrichen sei. Ich habe zwar mit dem gerechnet, es war aber trotzdem sehr hart. Ich war enttäuscht und traurig. Später kam dann auch noch die Neuigkeit, dass es keine Neuansetzung im nächsten Jahr gäbe. Die Austragungsorte für die nächsten fünf Jahre sind schon vergeben. Somit ist an eine Heim-WM erst im Jahre 2026 zu denken, 6 lange Jahre.

Doch das war dir nicht genug. Dieses Jahr schliesse ich in der 3. Sek mit der obligatorischen Schule ab. Seit Beginn des Schuljahres freute ich mich schon auf diese Abschluss-Zeit, in der wir jetzt wären. Nach dem ersten Semester dachte ich mehrheitlich nur noch an diese Zeit, war aber auch traurig, dass uns als Klasse nur noch ein Semester bliebt. Als du dann richtig durchstartetest, dachte ich jetzt kann es nicht mehr schlimmer kommen. Wir haben nur noch ein halbes Jahr und 8 Wochen davon verbringen wir Zuhause ohne direkten Kontakt mit den Mitschülern. Zudem wäre da noch das Abschlusslager gewesen, der Höhepunkt der Sek und die letzte Woche in der Schule. Doch wie jetzt schon klar ist, müssen wir in dieser Woche in Dietlikon bleiben und dürfen nicht ins Tessin, wie geplant.

Ich glaube mit diesen Argumenten siehst du was du mir als Eishockeyfan und als 3.Sekler alles angetan hast. Dazu kommen noch all die Sorgen um meine Grosseltern und Verwandten in der Risikogruppe, die ich nicht besuchen kann, wegen dir. Du hast jetzt zu diesem Zeitpunkt genug Schaden angerichtet und zwar bei allen Menschen auf der Welt, toll gemacht. Siehst du denn nicht, dass du das grösste Problem im Moment bist? Du könntest auch einfach verschwinden oder in die Vergangenheit zurückreisen. Du könntest dich bei Schädlingen austoben, welchen es egal ist, ob sie dich Virus tragen. Ich hoffe du siehst endlich ein, dass du schlicht und einfach böse und schlecht bist.

Mit unfreundlichen Grüssen

Marc

 


 

Mathumais Brief

Ein offener Brief an das Coronavirus

Ich schreibe nicht „sehr geehrte“ oder „sehr geehrter“, denn so viel bist du gar nicht wert. Langsam kann ich das Wort Corona nicht mehr hören. Seit acht Wochen ist nichts mehr so, wie es vorher war. Dafür trägst du alleine die Verantwortung. Viele Menschen sind unglücklich wegen dir. Das Leben von vielen Menschen wurde auf den Kopf gestellt. Der einzige Grund bist du. Hast du eigentlich gar keine Gefühle?

Bevor du in die Schweiz gekommen bist, hatten wir ganz normal Schule. Seitdem du da bist, hat sich alles sehr schnell verändert. An einem Freitagnachmittag Mitte März hat sich der Bundesrat für den Schul-Lockdown entschieden. Nach einem langen Wochenende hat das Homeschooling angefangen. Wir bekamen Aufträge, mussten diese lösen und zurückschicken. Alles selber zu lernen war sehr schwierig. Weil ich weniger raus durfte, musste ich mehr Dinge zuhause unternehmen. Das war natürlich sehr langweilig. Das Homeschooling ist jetzt zwar vorbei, aber weil du immer noch nicht weggegangen bist, läuft die Schule nicht normal wie immer. Früher hatten wir alle zusammen Schule und konnten nebeneinandersitzen. Aber jetzt sind wir in zwei Gruppen aufgeteilt und sitzen zwei Meter entfernt. Sogar wenn ich mit meiner Lehrperson reden will, steht eine Plexiglaswand dazwischen. Meine Hände sind schon sehr trocken, weil ich sie so oft gewaschen und desinfiziert habe – sehr angenehm! Es werden immer weniger Menschen positiv getestet, aber du bist immer noch nicht ganz weg. Die Regeln werden nur langsam gelockert. Wegen dir kann ich jetzt auch meine Freizeit nicht geniessen. Ich darf nur noch höchstens mit zwei Personen raus und nicht mehr. Auch wenn ich mit ihnen rausgehen darf, kann ich nur Sport mit ihnen machen und nichts anderes, weil alles geschlossen ist. Früher konnte ich immer mit mehreren Leuten überall hingehen. Auch die Wirtschaft hat sich sehr verändert. Nicht mal meine Mutter kann richtig arbeiten. Sie muss immer Handschuhe und Schutzmaske tragen. Nicht nur sie, sondern alle, die mit ihr arbeiten.

Siehst du, wie sich unser Leben nur wegen dir so verändert hat? Ich bitte dich einfach wieder wegzugehen, damit alle wieder zufrieden leben und normal arbeiten können. Auch im Lockdown haben viele Leute Sachen gemacht, die sie bis jetzt noch nie gemacht haben. Trotzdem ist es nicht besser, wenn du für immer da bist. Viele sagen, dass sich im Winter die Ansteckungen wieder erhöhen werden, aber ich hoffe ganz fest, dass du nie wieder Leute ansteckst.

Mit grosser Hoffnung, dass du endlich weggehst

Mathumai

 


 

Mylenes Brief

Offener Brief an das Coronavirus

 

Coronavirus,

was ich dir schon lange mitteilen wollte: Seit sechs Monaten hast du weltweit ganz viele Menschen traurig, enttäuscht, verzweifelt, einsam, frustriert und wütend gemacht - unter anderem auch mich. Deswegen lasse ich «liebes» oder «sehr geehrtes» in der Anrede weg.

Im Ruinieren, Miesmachen und Verderben bist du sehr gut; das weiss nun wirklich jedes Kind. Gratuliere! Du hast auch mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nein, um ehrlich zu sein, sehr viele Striche. Hättest du nicht vor einigen Monaten dein Vorhaben umgesetzt, wäre ich in meine langgeplanten Ferien nach Thailand geflogen. Schon seit einer Ewigkeit habe ich mich darauf gefreut. Endlich wieder einmal Strand und Meer, viele schöne Erinnerungen sammeln, ein neues Land entdecken und Zeit mit der Familie verbringen. Darauf kann ich jetzt lange warten. Wahrscheinlich kannst du dir nicht vorstellen, wie frustrierend das ist, ein solches Vorhaben abzusagen.

Ausserdem ist es mein letztes Jahr in der Sekundarschule. Unser Abschlusslager fällt wegen dir leider ins Wasser. Ein richtiger Abschied wird es auch nicht geben. Wegen dem Homeschooling konnten wir die letzten Wochen als Klasse ebenfalls nicht miteinander verbringen. Zwar gehe ich wieder in die Schule, aber die Normalität ist noch weit entfernt.

Privat hast du mich auch eingeschränkt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal meine Wohnung so lange nicht verlassen habe.  Ausser meinen Eltern und meine Schwester habe ich niemanden mehr gesehen.
Meine «Probleme» sind mir ehrlich gesagt etwas peinlich, wenn ich sehe mit welchen Problemen andere Menschen kämpfen! Ich kann damit leben, eine Reise zu verschieben oder zuhause Schule zu haben. Andere haben ihre Arbeitsstelle verloren und können ihre Miete nicht mehr bezahlen, oder mussten vielleicht ihre liebsten Menschen wegen dir gehen lassen. Der Mann meiner Grosstante ist auch in dieser Zeit verstorben. Nicht wegen dir. Trotzdem konnten wir bis jetzt keine würdige Beerdigung durchführen. Deinen zahlreichen Opfern, um genau zu sein 389’960, konnte man das auch nicht ermöglichen. Sie sind ohne ihre Familien verstorben, ganz alleine. Zwischenmenschlich nicht nachvollziehbar. Generell nicht nachvollziehbar. Du hast jungen Menschen voller Ziele und Träume vorzeitig ihr Leben beendet. Was ist eigentlich genau deine Mission? Macht dir das Freude? Wurdest du irgendwie schlecht behandelt? Fühlst du dich gut dabei?

Du alleine bist für diese Misere verantwortlich und ich fordere dich unmissverständlich auf, diese Katastrophe wiedergutzumachen! Ja, liebes Virus, konkret heisst das, du sorgst für das achte Weltwunder! Du kümmerst dich darum, dass du meiner Klasse und mir einen schönen Schulabschluss organisierst, mir entspannte Ferien ohne Sorgen über dich ermöglichst, allen verstorbenen Menschen eine würdige und schöne Beerdigung schenkst, den frustrierten und traurigen Leuten wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberst und vor allem dich bei allen betroffenen Menschen entschuldigst. Wie du das machst, ist mir egal, überrasche uns. Das sollte für dich ja kein Problem sein. Dann werde ich einen Dankesbrief an dich schreiben und mit «liebes Coronavirus» beginnen.

Mit erwartungsvollen Grüssen

Mylène

 


 

Nadines Brief

Liebes Coronavirus

Was denkst du dir eigentlich dabei, unser Leben so zu verändern? Seit dem 13. März ist nichts mehr, wie es einmal war. Zuerst besuchst du China und dann Europa und schlussendlich alle Länder der Welt. Du hinterlässt nichts als Chaos, eine grosse Unruhe, Tumult und eine wirtschaftliche Krise. 

Du bist schlimmer als der Satz von Pythagoras. Den Satz, mit dem ich in der ersten Sekundarstufe so zu kämpfen hatte, verstehe ich mittlerweile. Im Gegensatz zu dir! Dich und deinen Namen ‘Covid19’ werde ich vermutlich nie verstehen. Wie kommst du darauf in China deine Koffer zu packen und all deine kleinen Krankheitserreger-Freunde mitzunehmen und dann nach Europa zu reisen? Apropos Reisen: Wir hatten eigentlich vorgehabt, nach Italien zu reisen. Mit dem Auto. Nicht einmal mit dem Flugzeug. Dass du uns nicht im Flugzeug reisen lässt, okay. Aber wieso nicht zu zweit im Auto?! Nicht einmal meine Familie in Italien können wir besuchen gehen und die in Österreich auch nicht. Stell dir einmal vor, du könntest deine Familie nicht sehen, deine heiss geliebten Viren-Verwandten. Wie würde es dir dabei gehen?! Mir ist bewusst, dass du Nähe zu den Leuten suchst, da dich sowieso niemand mag, aber du kommst mir, meiner Familie und auch anderen ein wenig zu nahe! Könntest du deinen Plan, das ganze Universum mit deinen kleinen, fiesen Krankheitserregern zu unterjochen, bitte an den Nagel hängen, damit wir wieder in die Ferien gehen können? Dann hättest du Ruhe und wir auch. Es geht ja nicht nur um unsere Ferien, sondern auch um unsere Freizeit. Seit dem 11. Mai haben wir wieder einigermassen normal Schule… mit zwei Meter Abstand, einer Menge Desinfektionsmittel und hohen Seifenverbrauch. Jeden zweiten Tag Schule, ist noch eine gute Abwechslung, wofür ich dir übrigens dankbar bin. Wenn ich an den anderen Tagen und die letzten acht Wochen zu Hause arbeiten musste, sass ich Stunden am Computer, um meine Schulroutine einigermassen im Griff zu haben. Aber nichts da. Denn als wir keine Schule hatten, mussten wir auch keinen Schlafrhythmus mehr haben. Durch dich war mein Schlafrhythmus am Anfang komplett zerstört. Mein Leben war von Netflix, Youtube und das lange Wachbleiben geprägt. Durch dich lerne ich zu schätzen, was ich ohne dich habe. Und das ist die gute, alte Freiheit. Meine einzige Freiheit, die ich aber momentan habe, ist, wenn meine Mutter einkaufen geht und ich mitdarf. 

Ich weiss, dass du es nicht böse meinst. Schliesslich ist es deine Natur, welche dich zu uns hergeschickt hat. Aber du solltest dir definitiv ein anderes Umfeld suchen und neue Freunde finden. Das Fabrikenverbot in China kannst du gerne so zurücklassen, denn dann haben wir weniger Smog in unserer Umwelt. Wenn du das erledigt hast, kannst du deine sieben Sachen wieder zusammenpacken und verschwinden. Danke!

Verabschiedung

Nadine

 


 

Samiras Brief

«Liebes»Coronavirus

Vor drei Monaten habe ich zum ersten Mal von dir gehört. Du warst in China und hast bei mir einen harmlosen Eindruck hinterlassen. Ich hätte nicht im Traum gedacht, dass du so schnell den Weg zu uns in die Schweiz findest. Mein Leben hat sich seither um 180 Grad verändert. So kann ich es definitiv nicht mehr geniessen.

Dieses Jahr hatte ich sehr grosse Pläne, die wegen dir nun alle ins Wasser gefallen sind. Du kannst dir nicht vorstellen, wie lange ich mich schon auf die Frühlingsferien 2020 in Dubai gefreut habe. Sonne, Sand, Meer; auf all dies musste ich wegen dir verzichten. Plötzlich und unvorhersehbar kamst du! Auf einmal war nichts mehr wie vorher. Die Schulen wurden geschlossen (wobei das nicht einmal das Schlimmste war), die Strassen waren menschenleer, selbst das Einkaufen in Lebensmittelläden wurde zur Qual. Das einfach mal schnell zu erledigen, war plötzlich unmöglich. Ich musste jedes Mal vor dem Laden Schlange stehen, gewisse Artikel waren immer wieder ausverkauft und die anderen Leute wichen mir aus. Ich habe mich manchmal wie eine Ausserirdische gefühlt. Glaube mir, auf das hätte ich gerne verzichten können. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, hast du nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Jugendlichen die Prag Games 2020 vermiest. Dies ist ein Unihockeyturnier, welches jeden Sommer stattfindet. Falsch, diesen Sommer kann es genau wegen dir nicht durchgeführt werden. Findest du das fair? Ich habe mich seit der Anmeldung im letzten Dezember auf diese Woche gefreut. Zudem wird das traditionelle Abschlusslager der Schule dieses Jahr ebenfalls nicht stattfinden. Dies wäre unsere Belohnung für drei Jahre harte Arbeit gewesen. Ich wünschte, du könntest dich in meine Lage versetzten. Mal schauen, ob du das dann immer noch so toll finden würdest. Überall wo du dich niederlässt, hinterlässt du tiefe Narben, die nie mehr verheilen. Findest du nicht auch, dass du ziemlich überflüssig bist und nun genug Aufmerksamkeit hattest? Du gehst nämlich nicht nur mir, sondern der ganzen Welt förmlich auf die Nerven.

Ich bitte dich nun das letzte Mal freundlich, aus dieser Welt zu verschwinden und mich für immer in Ruhe zu lassen. Am besten kommst du nie wieder. Lass dich auf der Sonne nieder und werde dort glücklich. Ich kaufe dir auch gerne eine Orientierungskarte von unserem Sonnensystem, damit du dich nicht verläufst und irgendwann versehentlich doch wieder unsere Welt besuchst. Das Beste wäre natürlich, wenn du den Weg selber finden könntest. Den Weg von China nach Europa zu finden, ist dir ja perfekt gelungen. Ich habe gehört, dass es auf der Sonne sehr schön sein muss. Ach ja, sende mir doch eine Postkarte, wenn du dort angekommen bist.

Auf Nimmerwiedersehen

Samira

 


 

Selinas Brief

Sehr geehrtes Coronavirus

Ich hatte ja wirklich viel Geduld mit Ihnen, aber jetzt reicht es wirklich! Durch Ihre Anwesenheit haben bereits über 371'700 Menschen ihr Leben verloren. Tausende Menschen haben keinen Job mehr und die ganze Welt muss sich extrem einschränken. Ist Ihnen das eigentlich bewusst? Sehen Sie nicht, was Sie alles anrichten, wie viele Menschen durch Ihre Anwesenheit leiden müssen?

Mein Leben war ziemlich perfekt, bis Sie aufgetaucht sind. Ich habe mich auf die letzten Monate an der Sekundarschule Hüenderweid gefreut. Doch dann kam der Freitag der 13. März 2020, ein ganz normaler Freitag, dachte ich am Morgen. Ich hatte von ein paar Mitschülern das Gerücht gehört, dass die Schulen geschlossen werden. Ich hielt es für einen schlechten Witz. Um 16:00 Uhr kam dann aber der Entscheid vom Bundesrat, dass schweizweit alle Schulen bis mindestens am 4. April 2020 geschlossen bleiben. Als ich das erfahren habe, bin ich aus allen Wolken gefallen. Seitdem wurde mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Aus den sechs Wochen wurden dann ganze acht Wochen, in denen ich praktisch nur zu Hause war. Ich habe von meinen Lehrern täglich Aufträge per Mail bekommen und musste sie bis 13:00 Uhr auf die Cloud hochladen. Vielleicht denken Sie jetzt: "Ist doch schön, wenn du so lange einfach einmal zu Hause bleiben kannst". Aber da täuschen Sie sich. Acht Wochen nur zu Hause, alleine mit meinen Aufträgen, ohne meine Freunde und Verwandten ist einfach nur todlangweilig. Ich kann natürlich total verstehen, dass Sie meine Situation nicht nachvollziehen können, denn ich nehme einmal an, Sie sind ein Einzelgänger und haben nicht viele Freunde. Das alles wäre für mich akzeptabel gewesen, wenn ich meine Frühlingsferien mit meiner besten Freundin Samira in Dubai hätte verbringen können. Wir haben uns seit Februar ununterbrochen darauf gefreut. Und dann kam auch noch die Absage unseres Abschlusslagers. Das wäre für mich und alle Schüler der 3. Sekundarschule das allerletzte Klassenlager gewesen. Am 11. Mai wurden die obligatorischen Schulen wieder geöffnet. Aber es fühlt sich an wie in einem schlechten Traum. Wir dürfen nur in eine Richtung laufen und müssen alles desinfizieren. Aktuell haben wir noch die letzte Woche Halbklassenunterricht vor uns. Danach ist hoffentlich alles wieder etwas normaler.

Ich hoffe schwer, dass Ihnen durch meinen Brief bewusst geworden ist, was Sie schon alles angerichtet haben und wie viel Sie der Menschheit schaden. Ich fordere Sie nun unmissverständlich dazu auf so schnell zu verschwinden, wie Sie gekommen sind.

Beste Grüsse und Vielen Dank im Voraus

Selina

 


 

Vanessas Brief

Offener Brief ans Virus

 

«Liebes»Virus

Seit neunWochen leben ich, meine Familie, Freunde und Mitmenschen wegen Ihnen in Angst und Ungewissheit. Wie wird es weitergehen? Welche Theorie über Sie stimmt. Werden Sie noch viele weitere Wochen einen Teil von meinem bzw. unserem Leben sein? Welchen Einfluss werden Sie auf meine Ausbildung/die Naturhaben?

Schon seit vielen Jahren habe ich mich auf das letzte obligatorische Schuljahr gefreut. Alle, mit denen ich gesprochen habe, fanden, es sei das beste von allen. Wegen Ihnen sind viele aufregende, coole Events bereits ausgefallen oder werden es noch. Besonders traurig bin ich über das Klassenlager, das in der letzten Schulwoche stattgefunden hätte. Für alle aus meiner Klasse wird nach den Sommerferien ein anderer Wind wehen. Ob Gymnasium oder Lehre, es wird nicht einfach werden. Wir werden uns in verschiedene Richtungen bewegen und uns wahrscheinlich nicht mehr oft sehen, deshalb wäre ein gemeinsames Abschlusslager ein schöner Abschied gewesen.

Mein Jahrgang hat einen grossen Nachteil, denn durch Sie haben wir sehr wichtigen Stoff verpasst. Durch das Homeschooling konnten wir schwerer mit unseren Lehrern und Mitschülern kommunizieren. Ich habe sehr hart im Fach Mathematik gearbeitet und bin jetzt enttäuscht, dass es jetzt keine Noten geben wird, da mein Durchschnitt bei einer 5.5 wäre. Ebenfalls ein grosser Nachteil wird sein, dass unser Abschlussprojekt nicht durchgeführt werden kann. Ein langes Projekt, wie das Abschlussprojekt, haben wir noch nie gemacht. Ich denke, dass es ein wichtiger Baustein gewesen wäre, auf dem wir in der Lehrzeit hätten aufbauen können. Ich persönlich mache mir sehr viele Sorgen um meinen Einstieg und den Verlauf in meiner Ausbildung.

Mit dem tödlichen Virus hast du ebenfalls mehr Hass über die Erde verbreitet. Im Unwissen der Eltern veröffentlichen Kinder und Jugendliche mit einem anonymen Profil im Internet Hassnachrichten, von Beleidigungen bis zu Morddrohungen. Mir ist bewusst, dass es Haters schon immer gab und immer geben wird. Doch vor allem in so einer schwierigen Zeit sollten wir uns Mut machen. Du hast uns unsere Hobbys und Freizeitbeschäftigungen genommen und du bist verantwortlich.

Ich bitte Sie, sich zurückzuziehen und aufzugeben. Verschonen Sie uns mit einer zweiten Welle. Lassen Sie uns wieder in unser normales, früheres Leben zurückkehren mit möglichst wenig Nachteilen. Befreien Sie uns von unserer Angst und Ungewissheit.

Mit zuversichtlichen Grüssen

Vanessa

 


 

Vitas Brief

‘Liebes‘ Coronavirus

Seit Sie als gekröntes Haupt regieren, ist mein Leben und das von mehreren Millionen Menschen auf diesem Planeten auf den Kopf gestellt worden. Sie sind dafür verantwortlich. Alle Menschen auf der ganzen Welt sind betroffen, nur weil Sie es nicht geschafft haben, dort zu bleiben, woher Sie herkamen. Sie zerstören unseren Planeten – herzlichen Dank!

Mein persönliches Leben hat sich sehr stark verändert und das nicht positiv. Wegen Ihnen konnte ich in dieser Zeit nicht ins Theater oder ins Eiskunstlaufen gehen. Ich bin sehr gerne auf dem Eis oder im Theater, aber wegen Ihnen musste ich zu Hause sitzen. Wissen Sie, wie spannend es ist, zu Hause zu sitzen, nichts zu machen, während Sie die ganze Welt bereisen. Wir hätten ein Abschlusslager mit der Klasse gehabt, doch dies ist jetzt auch nicht möglich, und zwar auch wegen Ihnen – herzlichen Dank! Die Grenzen wurden auch wegen Ihnen gesperrt. Ich und auch andere Menschen können in den Sommerferien nirgendwo hinreisen. Ich wollte ans Meer, doch dieses Jahr werde ich das Meer nicht sehen – herzlichen Dank! Wir alle in der Schweiz durften auch nicht mit mehr als fünf Personen draußen sein und falls wir mit jemanden draußen waren, musste jeder immer zwei Meter Abstand halten. Falls es jemand nicht gemacht hat, bekam diese Person eine Busse. Sehen Sie nicht wie sehr Sie mein Leben verändert haben?

Auch wenn ich Ihnen, ehrenwertes Coronavirus, unendlich dankbar bin für alles, bitte ich Sie höflichst: Verschwinden Sie von unserem Planeten und kreuzen sie nie wieder hier auf. Das wäre sehr nett von Ihnen, wegen Ihnen geht es vielen schlecht und alle Menschen können einfach nicht normal Leben wie früher, also gehen Sie bitte weg. Ich hoffe, Sie nehmen diesen Brief ernst und verstehen jetzt, wie es ihren Untertanen geht. Die Zeit ist gekommenIhre Herrschaft zu beenden. Danke!

Auf Nimmerwiedersehen

Vita

 


 

Amys Brief

Panik aufgrund der Lockerungen 

Sehr geehrtes Coronavirus 

Ich finde es mühsam, dass du seit Monaten den Alltag der Menschen durch den Wind gebracht hast. Am Anfang hielt ich dich nicht fürso begabt, dass du das System der Welt durcheinanderbringen kannst. Aber was soll ich jetzt sagen- Glückwunsch es ist dir gelungen. Wegen dir konnte ich nicht einmal meine Freunde in der Schule besuchen und jetzt möchteich nicht auch noch meine Ferienpläne in den Sand setzen. 

Die Zahl der Infizierten gehtwieder nach unten und es gibtbereits Lockerungen, die durchgesetzt wurden. In den öffentlichen Schulen wird der Unterricht weitergeführt, aber sehr eingeschränkt. Danke, liebes Covid-19 für die unangenehmen Umstellungen. 
Die Grenzen sollen auch bald geöffnet werden. Sorgen bereiten mirnicht nur meine Ferienpläne, sondern auch du. Ich denke, wenn die Lockerungen zu schnell umgesetzt werden, kann es sein, dass du uns wieder besuchen kommst. Du hast schon genug Panik verbreitet Panik die nutzlos ist, denn gegen dich kann ich mich sehr gut schützen. Ich kann durch regelmässiges Händewaschen, Desinfektionsmittel auftragen und Abstandhalten, die Ansteckung verhindern. Deswegen verstehe ich die ganze Furcht nicht, die du den Menschen gemacht hast. 

Ich fordere dich auf die Erde endgültig zu verlassen. Du hast Millionen Menschen infiziert und manche auch in den Tod gerissen. Genug mit all dem Leid. Das Bundesamt für Gesundheit möchte ich auch auffordern die Lockerungen nicht auf einmal durchzuführen, denn es kann sein, dass sich unser Feind wieder einschleicht und dann vielleicht auch schlimmer und effizienter vorgeht als zuvor. 

Mit freundlichen Grüssen
Amy

 


 

Arditas Brief

Verschwinde, ungeliebtes Corona-Virus!


Nicht verehrter Stimmungskipper

Viele werden verstehen, dass ich dich nicht mit «Sehr geehrtes Virus» ansprechen möchte. Meine Ablehnung deiner Person kann dich nicht überraschen. Du hast nämlich mein Jahr 2020 zerstört, du Kaputtmacher. Vor dreiMonaten habe ich zum ersten Mal von dir gehört. Ich hätte nie gedacht, dass du so weit kommen würdest. Du hast alles erobert: zuerst eine Stadt, dann ein Land und zum Schluss die ganze Welt.

Wegen dir kann ich nicht in die Ferien und meine Verwandten besuchen. Auch hier darf ich meine Familie und Freunde nicht sehen und ihre Anwesenheit geniessen, das Gefühl von Geborgenheit und Liebe spüren. Darum möchte ich dich so schnell wie möglich loswerden. Fast ein Jahr ist es schon her, seit ich meine Familie nicht mehr gesehen habe. Wieso trennst du mich von ihnen?  Was habe ich dir denn nur angetan? Ich kenne dich ja nicht einmal. Ich habe mich schon das ganze Jahr über auf die Hochzeiten gefreut, auf das Tanzen, Essen die Gespräche und dass dann alle wieder vereint sind. Du hast mir meine Lebensfreude genommen. Es fühlt sich an, als hättest du mir meine Kirsche auf der Torte geraubt. 

Macht dir das Spass andere zu infizieren und sie langsam auszulöschen? Ich warne dich, wehe du fasst meine Familie an. Dann werde ich dich persönlich in die Hölle bringen. Denn meine Verwandtschaft ist mein wertvollster Besitz. Ausserdem hast du in meiner Welt nichts zu suchen. Was fällt dir denn überhaupt ein, dich einzumischen und es mir schwer zu machen?

Ich bin erst eine Jugendliche. Du zwingst mich zu kämpfen, obwohl ich das nicht will. Wegen dir muss ich lernen das Beste daraus zu machen, auch wenn ich weiss, dass das nicht gehen wird. Du zerstörst meine Sicherheit, dass alles gut werden wird. Du bist jetzt Teil meines Lebens, ohne mich einmal gefragt zu haben ob ich das überhaupt will.

Verschwinde endlich aus meinem Leben und komm nie wieder zurück! Dafür wäre ich dir sehr dankbar.

Mit geheuchelter Liebe

Ardita

 


 

Erinas Brief

Manipulation der Presse

 

Hallo Coronavirus

Während dem Lesen meines Textes, wird den Lesern sicher bewusst, warum ich nicht mit «sehr geehrte/r» beginnen kann. Vor drei Monaten habe ich zum ersten Mal von dir gehört und ich hätte niemals gedacht, dass du mein Leben so sehr auf dem Kopf stellen wirst.

Du hast ganze Länder dazu gebracht in Isolation zu leben und schämst dich in keinster Weise für deine Taten. Kaum zu glauben, wie du die Menschen so stark in Angst und Schrecken versetzt hast. Deine «Arbeiter», getarnt mit den bekannten Namen «Le Monde», «20 Minuten», «Cambridge EveningNews», bringen Kommentare, die beunruhigende Zahlen der zukünftigen Infizierten prognostizieren. Die Berichte sind so panisch, dass ich meinen könnte, du seist hierher gekommen, um die Menschheit zu vernichten. In Wahrheit bist du nur ein Virus, das nur in Spezialfällen tödlich enden kann und ich kann mich ganz leicht durch gute Hygiene vor dir schützen.

Verschiedenste Presse-Erzeugnissewie zum Beispiel die «New York Times» können nicht die Finger davon lassen, die Leute mit Fake News zu befallen. Da komme ich schon auf den Gedanken, ob du nicht vielleicht Menschen mit in dein Spiel gezogen hast. Die Presse berichtet von einem tödlichen Virus namens Covid-19, der ja du bist. Viele Leute sind dir schon auf die Schliche gekommen, doch leider ist das die Minderheit der Weltbevölkerung. Als du das jedoch gemerkt hast, hast du es noch einmal auf die Spitze getrieben.

Ich möchte dich auffordern deine Spielchen zu beenden, denn früher oder später werden die Menschen sowieso herausbekommen, wie du aufgetaucht bist und wie man dich besiegen kann. Ich will aber, dass du nicht noch mehr Menschen in den Tod reisst und so Panik verbreitest. Deswegen will ich, dass du dein Ding auf einem anderen Planeten durchziehst. Sofort möchte ich, dass du die Presse in Ruhe lässt, damit die ziellose Panik nicht noch grösser wird, und die Situation sich beruhigt. 

Mit kalten Grüssen

Erina

 


 

Florians Brief

Ein offener Brief an Corona

 

Sehr geehrtes Virus

Ich möchte Ihnen, obwohl das auch mir komisch vorkommt, danken für das, was Sie der Menschheit, abgesehen von den Toten und Infizierten, angetan haben. In den letzten paar Monaten haben Sie das geschafft, wofür andere lange gekämpft haben.

Ich beginne auch dort wo Sie angefangen haben und zwar auf einem Markt für seltene und exotische Tiere in Asien. Sie machen den Rest der Welt auf das Schreckliche aufmerksam, das dort passiert. Nämlich, dass wilde Tiere in kleinen Gehegen gefangen gehalten werden um als Essen verkauft zu werden. 
Durch den Lockdown, den Sie verursachen, verändert sich in meinem Leben viel. Sie lassen so gut wie alle schulischen Ausflüge ins Wasser fallen, was ich ganz toll finde. Durch das von Ihnen verursachte Homeschoolinglerne ich zum Beispiel als Schüler, wie man sich Zeit richtig einteilt, um keinen Stress zu bekommen. Ausserdem habe ich weitaus genügend Zeit, um verschiedene Sachen zu tun und zu lernen,zu denen ich in meinem normalen Alltag nie kommen würde. Zum Beispiel bereitet mir das Putzen und Aufräumen meines Zimmers extrem viel Freude. 
 Mir fallen jedoch auch Sachen ausserhalb meines Zuhauses auf, nämlich, dass es keinen ständigen und störenden Fluglärm mehr gibt. Der Flugverkehr ist dank Ihnen zurzeit fast komplett eingestellt. Dies wiederum führt dazu, dass die Luft sauberer ist. Längerfristig könnte so auch der Klimawandel im Positiven beeinflusst werden. 
Aber auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von Nachbarn verändert sich, behaupten zumindest einige. Persönlich fällt mir dies jedoch nicht auf, da ich sowieso ein gutes Verhältnis mit meinen Nachbarn habe. 

Die grösste Auswirkung verursachen Sie jedoch im Strassenverkehr. Weil viele wegen Ihnen gezwungen sind von zuHause aus im Homeoffice zu arbeiten und alle Läden, bis auf Lebensmittelgeschäfte geschlossen sind, gibt es viel weniger Verkehr.

Trotz alldem finde ich, dass die Zeit für Sie gekommen ist, sich zurückzuziehen. Insgesamt kann die Menschheit auf Sie verzichten, wir haben genügend selbst gemachte Probleme.

Auf Nimmerwiedersehen

Florian

 


 

Florinas Brief

Offener Brief an das COVID-19/Corona-Virus

 

Liebes Virus,

Ich möchte dir herzlich danken, denn du hast in kurzer Zeit schon so vieles geschafft. Greta Thunbergs Ziele hast du innerhalb kürzester Zeit erreicht. Die Umwelt kann sich dank dir wieder etwas erholen.

Du kamst, du sahst, du infiziertest. Ich denke, dass viele nur deine negative Seite sehen. Sie sehen dich als zerstörerisches Virus, das die Menschen in die Quarantäne zwingt und Kurzarbeit erledigen lässt. Doch dabei übersehen sie deine guten Taten vollkommen. Ich finde, du zeigst vielen Menschen durch die Quarantäne, dass es wichtigere Dinge gibt, als nur zu arbeiten. Du hast uns gezwungen, unsereigenes Verhalten zu reflektieren und uns bewusst gemacht, was wir in den vergangenen Jahrzehnten angerichtet haben. 

Das Wort «Gemeinschaft» hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Sei es durch meine Familie, die nun konstant um mich herum ist, sei es durch das dankbare Klatschen mit den Nachbarn auf den Balkonen, das das Gesundheitspersonal weiter motivieren soll oder sei es durch die sozialen Medien, die ständig neue Beiträge zum Leben in der Isolation zeigen. Ich selber sehe tagtäglich deine Fortschritte. Wir alle sind in diese Pandemie involviert und haben die Macht, die Situation zum Guten zu wenden.

Du hast uns gelehrt, genauer hinzuschauen und nun kann man überall das Spektakel Natur bewundern. Zum Beispiel kehren in Italien Delfine zurück in die Flüsse, weil diese nun sauberersind. Oder in Kanada getrauen sich Hirsche und andere Paarhufer wieder in die Nähe der Zivilisation. Die Pause, die wir durch dich einnehmen mussten, hatte noch andere erstaunliche Folgen: In zahlreiche Städten, wie zum Beispiel in Peking, konnte sich durch dich der Smog langsam auflösen und die Stadtbewohner konnten zum ersten Mal seit langem einen strahlend blauen Himmel bewundern. Ich bin der Meinung, dass das nicht geschehen wäre ohne dich. Du hast uns die Augen geöffnet.

Die Menschen machen einenFortschritt, die Erde kann etwas aufatmen. Ich bin gespannt, welche deiner Facetten du uns künftig noch zeigen wirst und bitte dich, dich nicht zu sehr zu verändern. Ich finde dich im Moment noch akzeptabel. Ausserdem finde ich, dass man es dir nicht übel nehmen darf, denn du bist erst sechs Monate alt.

Mit erwartungsvollen Grüssen

Florina

 


 

Gencs Brief

Hallo freiheitsraubendes Coronavirus

Vor drei Monaten habe ich das erste Mal von dir gehört. Ich hätte aber nie gedacht, dass du den Mut hast dich so auszubreiten und mein Leben zu beeinflussen. Du hast mir das Recht auf viele Freiheiten genommen. Wegen dir kann oder konnte ich vieles nicht machen. Was genau, erkläre ich dir in meinem Brief:

Du hast mir zuerst die Freiheit auf Bewegung genommen. Ich konnte zum Beispiel nicht mehr sonntags mit Kollegen Fussballspielen gehen. Ich konnte nicht mehr auf die Strassegehen, ohne dass mich jemand auf dich aufmerksam gemacht hat. Dann hast du versucht mir das Recht auf Bildung zu nehmen, was aber gründlich in die Hose ging, da ich mich von dir nicht aus dem Konzept habe bringen lassen und weiterhin mein Bestes geben werde. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, hast du mir dann noch die Freiheit für Lager und Exkursionen genommen. Kannst du dir eigentlich vorstellen,wie es ist, drei Jahre in die Schule zu gehen, um dann zu erfahren, dass man nicht mal ein Abschlusslager haben wird, auf das man sich monatelang gefreut hat? Du hast mir die ganzen Belohnungen für meine Anstrengungen weggenommen – dazu hast du kein Recht! Das verstehst du aber, glaube ich, nicht, dafür bist du wahrscheinlich einfach zu bildungsfern. Ich weisszwar noch nicht, ob ich in die Ferien kann oder nicht, aber wenn du den Mut hast, mir diese Freiheit auch noch wegzunehmen, dann würde ich mich lieber in Acht nehmen, wäre ich an deiner Stelle.

Weil du höchstwahrscheinlich nicht nochmals von mir hören möchtest und nun Bescheid weisst, wie ich mich fühle, werde ich dich jetzt ganz höflich bitten: Könntest du dir bitte die Freiheit nehmen und verschwinden, weil ich langsam echt genug von dir gesehen habe. 

Mit eingeschränkten Grüssen

Genc

 


 

Kayas Brief

Es reicht! – Offener Brief an Corona

 

Nicht verehrtes Coronavirus,

Seit Monaten plagst du mich und die ganze Welt, es wird Zeit einen Abflug zu machen, ich habe genug von deinem Besuch.Du hast dich zuerst nur in China aufgehalten und dich dann dazu entschieden auch bei mir in der Schweiz vorbeizuschauen. Bei deiner Ankunft kannte ich dich und deine Absichten noch nicht und wusste somit nicht,was auf mich zukommt. Doch ich habe schnell gemerkt, dass du keinen Frieden mit dir bringst.

Jeder Gast sollte wissen,wie man sich benimmtund wie man etwas hinterlässt. Das weisst du, so wie es aussieht,nicht. Also wird es für dich Zeit schnellstens wieder abzureisen.Durch dich wirdmein Leben stark eingeschränkt und das auch noch jetzt, wo es schön warm wird. Ich hätte meinen Geburtstag mit meiner Familie in Ägypten gefeiert, doch deinetwegen konnte ich einen tollen Tag zuhause verbringen, …da meine Ferien storniert wurden. Das ist noch lange nicht alles,was du hier angerichtet hast! Du hast nicht nur mich, sondern alle anderen Menschen eingeschränkt. Ich bin mir sicher, dass ich mit diesem Brief nicht nur für mich spreche. Ich kann mich nicht mehr so wie vorher normal mit meinen Freunden treffen, da wir nur maximal fünf Personen sein dürfen. VieleLäden haben lange geschlossen gehabt und es hat sich für mich wieineinemGefängnis angefühlt.Das schöne Wetter kann ich auch nicht geniessen, wenn ich nicht mal die Möglichkeit habe zum Beispielan den Zürichsee zu gehen. Ausserdem wurden alle Klassenreisen deinetwegen abgesagt! Ich hatte mich sehr auf unsere Abschlussreise gefreut. Wie würdest du es finden, wenn bei dir ein Gast vorbeikämeund sich nicht angemessen verhielteund dein Leben einfach mal um 180 Grad drehen würde? -Genau, nicht sehr schön. Woran hat es also gelegen, dass du es bei mir machen musstest?

Um ehrlich zu sein, verlange ich nicht viel von dir. Ich möchte nur, dass du dich auf den Rückweg machst, denn jeder Besuch muss mal nach Hause gehen. Ein Wiedersehen muss es nicht geben.

Mit unfreundlichen Grüssen

Kaya

 


 

Leonis Brief

Wir haben genug von dir! – Ein offener Brief an das Coronavirus

 

Ungeliebtes Coronavirus

Viele werden verstehen, warum ich diesen Brief nicht mit ‚Liebes’ beginnen werde, das bist du nämlich nicht. Auch wenn du mir selber nicht geschadet hast, bin ich der Meinung, dass du wieder verschwinden kannst und nicht mehr zurückkommen brauchst. Warum bist du überhaupt gekommen? Was haben wir dir gemacht, dass du so viele Menschen getötet hast? Oder wolltest du uns sogar helfen und hast dafür so viele Menschen geopfert?

Auf jeden Fall ist das Leben ruhiger geworden. Vielen Personen, mit denen ich gesprochen habe, finden das sogar gut. Endlich wird man gebremst, die Welt beruhigt sich gezwungenermassen. Man freut sich wieder an einem Spaziergang in der Natur, die sich zudemauch etwas erholen durfte, oder man hat Kontakt mit seinen Liebsten und besinnt sich auf Freundschaften, die auch wunderbar über soziale Netzwerke oder mit Facetimefunktionieren.  Meine Oma hatte Ende März Geburtstag. Sie tat meiner ganzen Familie etwas leid, aber für sie war es ein sehr schöner Tag. Sie hat ganz viele Telefonate bekommen, die ohne Corona nicht gewesen wären, denn die Solidarität in der Gesellschaft hat ebenfalls zugenommen. Wolltest du uns das lehren, wieder aufeinander zuzugehen und das Leben auch im „kleinen“ Rahmen zu geniessen? 

Für mich waren die Massnahmen vom Bund nicht wirklich eine grosse Umstellung. Freundschaftsgruppen von über fünf Personen habe und brauche ich nicht und meine Hände habe ich sowieso immer gewaschen. Also war es kein grosser Berg, den ich überwinden musste. Natürlich nervte es mich, dass ich nicht raus durfte, aber das konnte ich gut verkraften. 

Du hast der Menschheit dennoch grosses Leid gebracht. Du hast mehr als 330'000 Menschen getötet und über fünf Millionen infiziert. Reicht dir das nicht? Ist dir bewusst, wie viele Schicksale sich hinter diesen Zahlen verbergen? 

Es ist jetzt Zeit zu gehen und nicht mehr zu kommen! Du hast genug Schaden angerichtet und wir alle haben genug von dir. Ich möchte wieder normal zur Schule und einen guten Schulabschluss erleben. Also bitte ich dich, mir das nicht auch noch zu verderben.

Mit nicht freundlichen Grüssen 

Leoni

 


 

Marcels Brief

Offener Brief an das CoronavirusCovid19

Hallo Coronavirusoder Covid-19 oder wie auch immer du dich nennst

Seit mehreren Wochen ist nichts mehr wie es mal war. Vor 3 Monaten habe ich das erste Mal von dir gehört, hab dich aber nicht beachtet. Ich habe mich so auf dieses Jahr gefreut. Plötzlich warst du da, du sahst mich und sperrtest mich zu Hause ein, machst mir einen Strich durch die Rechnung. Die ganze Welt ist lahmgelegt, sodass du dich nicht weiter verbreitenkannst. Viele Menschen stecken im Home-Office fest. Ja, sogar auch ich schreibe diesen Artikel von zu Hause aus. Toll hast du das gemacht! Ich bin dirsehr dankbar!

 

Von zu Hause aus für die Schule zu arbeiten ist ganz anders, als sonst mit den Kollegen und den Lehrern.  Im Schneckentempo nur geht die Zeit vorbei. Dabei merke ich aber auch, dass du mir Disziplin und Geduld beibringst. Disziplin, die Aufträge zu erledigen. Geduld, zu warten,bis du wieder verschwindest. Die Massnahmen sind einfach einzuhalten, wenn man zu Hause ist. 

Du verdirbst mir das ganze Jahr mit deinem Lockdown. Meine Familie hatte vorgehabt diesen Sommer nach Kolumbien zu fliegen. Doch das geht nun nicht, weil du dafür gesorgt hast. So gerne würde ich meine Familie besuchen. Die Menschen dort  leiden an Hunger, weil sie kein Einkommen mehr haben. Ich bin es leid immer nur die gleichen vier Wände anzuschauen, ich will nach draussen an die frische Luft. Leider sind wir erst über die erste Welle hinweg.

Du  hast all dieses Chaos veranstaltet ? Wofür  lässt du  Dampf an mir ab? Hallo, geht’s noch! Ich sage es dir nur einmal:Verschwinde dorthin, wo du hergekommen bist. Du bist auf längere Zeit in meinem Leben nicht willkommen. Ein Impfstoff gegen dich wird entwickelt und es dauert nicht lange,bis du ihn zu spüren kriegst.

Auf Nimmerwiedersehen! 

Marcel

 


 

Nicolas' Brief

Nicht verehrtes Corona Virus,

Komm ins Café, wir müssen reden. Die ganze Welt ist im Lockdownund die halbe ist krank wegendir. Du tauchst auf und versaust allen den Sommer- herzlichen Glückwunsch, es braucht mehr deiner Sorte, wir wollen ja letztendlich alle einen Wirtschaftszusammenbruch und ein langweiliges Jahr.

Du verbreitest dich schneller als Fake News, lässt alle Menschen unwissend zu Hause sitzen und trennst uns von Freunden. Dass du dann aber auch noch auf Alte und Schwache losgehst, finde ich eine Frechheit! Hättest du das zu Zeiten meines Vaters gemacht, hättest du eine ordentliche Tracht Prügel bekommen!

Ich habe mich dieses Jahr besonders fest auf den Sommer und die Ferien gefreut, aber du ruinierst mal schnell das ganze Jahr: Keine Open Airs oder Konzerte, keine Fussballspiele, keine Ausflüge und sogar meine Ferien in Südamerika sind gestrichen. Dank dir sehe ich dieses Jahr meine Grosselternvermutlich nicht mehr. Du bist ein riesiger Egoist. Hauptsache du und deine Virenfreunde verbreiten sich, aber an uns denkst du nicht. Ich bin seit Monaten nicht mehr in der Zürcher Südkurve im Letzigrund gestanden, war seit Monaten auf keiner Party mehr und sozialer Kontakt ist auch ein Fremdwort geworden. Ich sehe meine Freunde nur noch beim Videoanruf, vertreibe mir die Zeit mit Netflix und kann mein Hobby nicht mehrausführen:Mein Kampfsport-Gymhat nun seit mehreren Wochen geschlossen, alles nur wegendir. Bevor du sagst, ich sähe jetzt nur das Haar in der Suppe: Ja,du hast die Umwelt positiv beeinflusst, aber deine Suppe ist definitiv versalzen. Das Negative wiegt um einiges mehr als der eine positive Punkt.

Wie du jedoch hoffentlich merkst, ist deine Zeit langsam aber sicher gekommen. Die Uhr tickt, merk dir meine Worte! Falls du diesen Brief liest, und ich weiss, du wirst ihn lesen, weil deine Viren überall sind: Ich fordere dich dazu auf, ein für alle Mal zu verschwinden. Verzieh dich! Belästige andere Spezies auf anderen Planeten, aber lass uns in Ruhe.

Böse Grüsse

Nicolas

 


 

Retishs Brief

Liebes Coronavirus

Zuerst war es einer, dann zwei, danach tausend und jetzt sind es mehrere Millionen Menschen, die einersehr schlechten Lebenssituation ausgesetzt sind. Du stehst dieses Jahr im Mittelpunkt. Danke, dass du uns so viel Kummer bereitest! Doch dein Ende naht.

Ich habe Respekt vor dir, aber nicht vor deiner Arbeit. Du bist derzeit der bekanntesteBösewichtauf dieser Weltund ichkann deinen Namen nicht mehr hören. Du kamst aus dem Nichts und hast die Welt auf den Kopf gestellt. Zurzeit bist du der Allmächtige, doch ich versichere dir, dass das nicht so bleiben wird. Wenn es dein Ziel war die Umwelt zu verbessern, dann hast du dies erreicht. Gleichzeitig zerstörstduvieles, aber wir werden es wieder aufbauen. Du reisst uns auseinander, aber wir werden wieder zueinander finden. Du versuchst uns zu zerstören, aber du stärkst uns, egal was du tust. Ich glaube, du bist nur eine Erfindung von Mutter Natur um uns zu prüfen. Eine echte Chance uns zu vernichten,hattest du nie, denn du hast uns unterschätzt. 
 Du hast meinen Alltag stark verändert. Ich musste meine Hobbys wegen dir links liegen lassen. Ich konnte meine Freunde nicht wirklich treffen. Da ich aber nicht nur das Negative sehe, danke ich dir herzlich, dass du mir zumindest beigebracht hast, was man alles zuHause machen kann. Fühle dich bitte trotzdem nicht geschmeichelt. Ich kenne viele deiner Geschwister und wir sind sie alle losgeworden: Ebola, SpanischeGrippe, Vogelgrippe und Lassa-Virus kommen dir sicher sehr bekannt vor. Vielleicht ist das dein Rachefeldzug, der wohlbemerkt nicht lange andauern wird. Ich spüre keinen Hass und bin neutral dir gegenüber, aber ich kann dich einfach nicht gut reden. Du schadest meinem Land und du wirst nicht ungeschoren davonkommen.

Ich sehe an den Zahlen, dass deine kleinen Duplikate verschwinden. So bitte ich dich mit ihnen zu gehen. Du warst gut und schlecht für uns, deswegen wünsche ich dir nichts Besonderes. Zugleichfordereichalle Mitmenschen auf, weiter durchzuhalten bis es wirklich zu Ende ist, damit ich sobald wie möglichins normale Leben zurückkehren kann.

 

Freundliche Grüsse 

Rethish

 


 

Tobias' Brief

Liebes Coronavirus

Ich weiss, es wird momentan viel über dich geredet und so gut wie immer, ist der Redeschwall über dich negativ. Doch ich möchte dir danken, nein das ist kein Scherz, ich möchte dir danken für all das Gelernte und die Sensibilisierung für das Leben. Solche Situationen sind aussergewöhnlich. Ich behaupte, dass sie in diesem Ausmass schon lang nicht mehr vorgekommen sind. Hab ich nicht recht?

Auch wenn solche Ausnahmesituationen nicht erwünscht sind, kommen sie dennoch vor. Da du mich und mein näheres Umfeld nicht direkt betroffen hast, habe ich dich nicht persönlich kennengelernt und somit als schlimm empfunden. Trotzdem verstehe ich, dass die Menschen, die durch dich an COVID 19 erkrankt sind, anders über dich denken. Da man dich und deine Eigenschaften noch nicht genauer kennt, muss es für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine grosse Ungewissheit sein. Du hältst dich verdeckt und zeigst dein Gesicht (noch) nicht. Das einzige worum ich dich bitten kann, ist, dass du und deine Komplizen so wenig wie möglich auftreten. Auch wenn du im Grunde etwas Schlechtes bist, möchte ich Danke sagen. Danke dafür, dass du mich auf einiges aufmerksam gemacht hast: Du hast mir einmal mehr gezeigt, dass es im Leben nicht nur rosig zu und her geht. Nein, es gibt immer auch schlechte Zeiten. Du hast mich nicht nur gelehrt, mir Gedanken über mein Leben zu machen, du hast mir auch beigebracht, selbständig zu arbeiten.Ich habe gelernt, mich zu organisieren und meinen eigenen Tagesablauf zu planen. Ich weiss nun, wie und wo ich mir schnell und unkompliziert Hilfe holen kann. Ich habe viele neue praktische Sachen gelernt, für die ich mir sonst keine Zeit genommen hätte. Ich habe das Gefühl, dass ich viel geduldiger geworden bin und all das habe ich grösstenteils dir zu verdanken. 

Ich hoffe trotzdem für mich und alle Menschen, dass solche Zeiten die Ausnahme bleiben. Es war eine sehr interessante, spannende und lehrreiche Zeit mit dir. Dennoch bin ich froh, wenn du bald verschwindest. Vielen Dank.

 

Freundliche Grüsse und bis hoffentlich nie wieder

Tobias