Aus Hirngespinsten wird Lebensqualität – Schülerinnen und Schüler aus der Mittelstufe lancieren Entwicklungsprojekte in Dietlikon

Ein trüber Novembertag 2010. Trotzdem summt das Fadacher schon früh am Morgen wie ein Bienenhaus: Unter dem Titel „Träumen und Tun“ führen die Mittelstufenschüler eine dreitägige „Zukunftswerkstatt“ durch. Ziel: Sie sollen in einem ersten Schritt einmal Fantasien, Utopien kühne Würfe entwickeln, wie das Leben in Dietlikon auch noch aussehen könnte – farbiger, lebendiger, kindergerechter....

 

 

Die Berichte der Journalistinnen

Freizeit und Hobbys 1
1.Tag

Wir waren bei der Gruppe „Wünsche und Träume zu Sport und Schule“. Die Kinder besprachen neue Ideen für ihren Wohnort Dietlikon.
Wir haben einige Kinder interviewt und folgende Fragen gestellt:
1.    Warum habt ihr diese Gruppe ausgewählt?
2.    Wie gefällt es euch bis jetzt in der Gruppe?
3.    Was möchtet ihr/möchtest du erreichen?
Dominik:Ich möchte über mein Hobby berichten. Ja, es macht Spass. Ich möchte erreichen, dass es
in Dietlikon keinen Fluglärm hat.
Gabriele: Ich mache gerne Sport. Es macht mir sehr Spass. Ich hätte gerne einen Dönerpark in
Dietlikon.
Desirée, Amina: Wir möchten die Schule verändern. Ja, es macht uns Spass. Unser Ziel ist es, einen
Schulspind zu haben, wie in den USA.
Alessio, Aldis: Ich habe die Gruppe gewählt, weil Fussball wie mein zweites Leben ist. Ich habe sehr viel Spass. Ich möchte, dass es in Dietlikon einen eigenen Fussballverein gibt, nämlich den FCD.
Dario, Nick: Weil ich gerne Sport mache. Ich habe sehr viel Spass. Ich möchte, dass es in Dietlikon
einen Skaterpark gibt.
Sandro, Ramon, Luca: Ich finde es super, dass alle ihre Wünsche äussern können. Es gefällt uns sehr. Wir möchten auch einen Skaterpark in Dietlikon.

 

Géraldine Ettlin und Julia Fellmann


Freizeit und Hobbys 2
2.Tag

Wir waren wieder bei der Gruppe „Wünsche und Träume zu Sport und Schule“.
Sie zeichneten ihre Hobbys, Träume und Wünsche auf ein Plakat.
 Wir haben den Kindern folgende Fragen gestellt:
1.    Gefällt es dir/euch noch in dieser Gruppe?
2.    Woran arbeitest du/arbeitet ihr gerade?
3.    Hast du/ habt ihr immer noch das gleiche Ziel wie gestern?

Dominik, Gabriele: Uns gefällt es immer noch in dieser Gruppe und wir zeichnen gerade unsere Hobbys auf ein Plakat auf. Unser Ziel ist ein Pausenkiosk.
Desirée, Amina: Wir finden, dass die Jungs zu laut sind. Wir arbeiten an einem Plakat     über Kinderrechte und für den Schulspind. Das grösste wäre, wenn jedes Kind im Schulhaus einen eigenen Spind hätte.
Aldis, Alessio: Es gefällt uns sehr! Wir entwerfen schon das Plakat zu dem Fussballplatz und gestalten Trikots. Ja, unser Ziel ist immer noch der Fussballverein FC Dietlikon.
Nick, Dario: Ja es gefällt uns sehr gut! Wir arbeiten an Plänen für eine Tennishalle und     Tennisplätze. Wir verfolgen immer noch das gleiche Ziel.
Sandro, Ramon, Luca: Uns gefällt es sehr. Man merkt, es geht voran! Wir sammeln Unterschriften, wollen zur Gemeinde gehen und es präsentieren. Ja, nämlich den Skaterpark!

Interview mit der Lehrerin Frau Fink
Wir dachten, es wäre auch eine gute Idee, eine Lehrerin zu interviewen. Folgende Fragen haben wir ihr gestellt.

1.    Worum geht es in Ihrer Gruppe?
2.    Befolgen die Kinder auch Ihre Tipps?
3.    Haben Sie auch etwas gelernt?
4.    Fanden Sie die Ideen der Kinder auch gut?
5.    Haben Sie auch ein Ziel zum Projekttag?

Frau Fink:
1.      Eigentlich geht es um das Thema Freizeit und Hobbys. Doch wir sind nun eher     beim Thema Schule angelangt, da die Kinder einen Schulspind und einen Pausenkiosk wünschen.
2.     Nein, weil ich die Kinder selbständig arbeiten lasse und möglichst wenig Tipps gebe, damit sie die eigenen Ideen sagen.
3.     Ja, ich habe gelernt, dass die Kinder auch ohne Anweisungen  gute Ideen haben.
4.     Teilweise schon! Aber die Idee mit dem Dönerstand/Dönerpark fand ich nicht so sinnvoll.
5.    Ja, dass die Ideen der Kinder hoffentlich verwirklicht werden. Und wenn die Medien und die Gemeinde die Ideen nicht gut finden, hoffe ich, sie hören trotzdem zu.

 

Géraldine Ettlin und Julia Fellmann


Dietlikon und die Umwelt
In dieser Gruppe behandeln die Kinder vier Themen: Wald, Tiere, Luft und Verschiedenes. Alle wollen, dass Rauchen verboten wird.  Die meisten möchten dazu, dass es Elektroautos gibt. Bei den Interviews haben wir gemerkt, dass man Tiere schützen soll. Ausserdem braucht es saubere Luft, sauberes Wasser in Seen und Flüssen und viel mehr Bäume. Die Kinder finden, es werde zu viel gebaut. In der Schule und in der Gemeinde soll viel weniger Papier und Schreibmaterial vergeudet werden. Alles, was wir nicht mehr brauchen, soll recycelt werden. Das Schreibmaterial ist aus Erdöl. Daraus kann man zum Beispiel wieder Kunststoff herstelllen.

 

Selena Arcadi und Besiana Ziba


Musik, Tanz, Gesang
In der Gruppe Musik schreiben die Kinder eigene Texte für Lieder. Die meisten Texte handeln von Familie und Freundschaft. Der Text von Andreas Thiemann: „Ich schribe, was mich nervt. Wenn nüt lauft, wenn d’Lüüt nid wüssed, was sie wänd und nid i ne Richtig gönd...“
Die Interviews mit Blerina und Mariella haben uns gezeigt, wie wichtig ihnen Musik und Tanzen ist. In Zukunft möchten sie in der Schule mehr singen und tanzen. 
Am zweiten Tag sitzen alle im Compiraum im Kreis und haben Spass. Ein Kind macht etwas vor, die andern machen es nach. Sie haben vor, eine eigene Melodie zu schreiben. Dominik und Yessin spielen eine Pantomime, wie sie sich streiten. Eine Gruppe spielt verliebte Jungs und Mädchen.

 

Besiana und Selena

Freundschaft pflegen 1
Am ersten Tag haben die Schülerinnen und Schüler ein Freundschaftsspiel gespielt. Das hat ihnen gut gefallen. Danach haben sie ihre ideale Welt gezeichnet. Sie waren sich sehr einig. Viele Mädchen haben ihr Traumcafé gezeichnet, wo 4. bis 6. Klässler arbeiten und sich treffen können. Die Jungs haben sehr unterschiedlich gezeichnet. Sie haben Plakate gemacht, die sehr interessant sind. Sie haben geschrieben was ihnen an der Freundschaft wichtig ist. Ich habe Gillian und Naomi zu einem Interview gebeten.

Sara:     Wieso habt ihr genau diese Gruppe gewählt?  
G+N:     Weil uns Freunde sehr wichtig sind!
Sara:     Was macht ihr gerade? 
G+N:     Wir zeichnen unsere Traumwelt. 
Sara:     Was zeichnet ihr genau? 
G+N:     Ein Café wo wir 4. bis 6. Klässler uns treffen können und arbeiten. 
Sara:     Wieso ein Café? 
G+N:     Weil es so wenig Cafés gibt hier in Dietlikon. 
Sara:      Und die Jungs?
G+N:     Sie möchten ein neues Gesetz: Wenn Menschen auf den Boden spucken, dann müssen     sie 80 Fr. zahlen.
Sara:     Wieso haben sie genau das Thema mit dem Spucken genommen?
G+N:     Wir wissen es nicht.
Sara:     Gefällt euch diese Gruppe?
G+N:     Nein, weil die Jungs immer Blödsinn machen.
Sara:     Und die Leiter?
G+N:     Sie sind sehr nett und gefallen uns!
Sara:     OK, danke für das Interview!
G+N:     Bitte!

Nach dem Interview haben die Kinder einen Kreis gemacht und im Kreis gab es eine Zaubertüte. Jedes Kind musste einen Gegenstand ziehen und dazu eine Geschichte erzählen. Sie haben sehr spannende und interessante Geschichten erzählt. Die Knaben haben schnell eine Geschichte gehabt und die Mädchen nicht. Die Mädchen brauchten Hilfe von der Gruppe und den Leitern.

Am zweiten Tag haben sich die Gruppen aufgeteilt. In der ersten Gruppe haben sie ein Theaterstück eingeübt, das sie selber erfunden haben. Dazu haben sie Felle und Stoffe gesucht.  Das Theaterstück handelt von Freundschaft. 

Am zweiten Tag in der zweiten Gruppe besprachen sie wie sie sich verhalten sollen, wenn einige Kinder stören. Sie schlossen einen mündlichen Vertrag, den alle einhalten mussten. Leider fiel es einigen schwer, sich an den Vertrag zu halten.

Etwas später haben sie ihre Theaterstücke aufgeführt. Einige spielten „Restaurant“ mit Gästen und Bedienung. Danach hat der Rest der Mädchen auch „Restaurant“ gespielt. Die Knaben haben Umweltschützer mit Hunden gespielt.

Später habe ich ein Interview mit Eliane und Joela geführt.

Sara:     Gefällt euch eure Gruppe?
E+J:     Ja, sehr! 
Sara:     Und die Leiter?
E+J:     Ja, sie sind sehr nett!
Sara:     Freut ihr euch auf den Freitagmorgen?
E+J:     Ja, sehr.
Sara:     Seid ihr aufgeregt?
E+J:      Ein wenig!
Sara:      Ok, danke für das Interview!
E+J:    Bitte!

Sara Bucevic
 
Freundschaft pflegen 2


Am ersten Tag haben die Kinder ein Freundschaftsspiel gespielt. Sie hatten grosse Freude daran. Als sie im Schulzimmer waren mussten sie ihre ideale Welt zeichnen. Sie malten Traumhäuser, ein Kindercafé, eine Sesselbahn, einen Lift ins Universum und eine Skateranlage.
Manche hatten gleiche Ideen.

Ich habe ein Interview mit Alina gemacht:
Rahila: Was willst du denn erreichen?
Alina: Wir wollen zeigen, dass Freundschaft wichtig ist, und dass man daraus etwas machen soll.
Rahila: Was malst du Alina?
Alina: Ein Kaffeerestaurant, wo die Kinder Geld verdienen und sich treffen können.
Rahila: Macht dir dieser Kurs Spass?
Alina: Mega! Es ist spannend und macht Spass!

Ich ging weiter und schaute die Bilder der Kinder an. Sie waren sehr fantasievoll und schön. Als die Kinder fertig waren, sassen sie in einem Kreis. Die Leiterin hat eine Zaubertüte genommen, in welcher viele Gegenstände waren, die eine Geschichte erzählen.
Jedes Kind musste einen Gegenstand aus der Zaubertüte nehmen und eine Geschichte erzählen. Alle Kinder haben eine tolle, spannende Geschichte erzählt.

Am zweiten Tag mussten die Kinder ein paar Theaterszenen spielen. Sie malten Plakate und sammelten Ideen. Die Kinder fühlten sich sehr ernst genommen. Sie dachten nach, wie niemand ausgeschlossen wird und wie es nicht zu Beleidigungen und Eifersucht kommt.
Die Kinder hatten sehr Spass an den Arbeiten. Sie haben sehr coole Sketches vorgeführt. Sie zeigten mit Theaterstücken, wie wichtig Freundschaft ist. Sie zeigten auch, wie wichtig Vertrauen ist.


Rahila Alami

xeiro ag